Was bedeutet Containersicherheit wirklich?
Die Verbreitung von Containern nimmt weiter Fahrt auf. Das zeigen Studien in allen betroffenen IT-Bereichen – und damit praktisch in der gesamten IT. Es steht außer Frage, dass containerisierte Workloads sowohl in lokalen Umgebungen als auch in der Cloud einen immer größeren Anteil der Unternehmens-Workloads ausmachen werden.
Fast alle Unternehmen (94 %), die Container in der Produktion einsetzen, sind hinsichtlich der Containersicherheit etwas oder sehr besorgt. Laut Tripwire’s State of Container Security 2019 waren mehr als die Hälfte (60 %) in den vorangegangenen zwölf Monaten von einem Containersicherheitsvorfall betroffen. Mehr als die Hälfte (54 %) der Befragten nannte „unzureichende Kenntnisse der Teams im Bereich Containersicherheit“ als ihre größte Sicherheitsbedenken.
Das könnte durchaus daran liegen, dass es bei der Containerisierung nicht nur um ein Paketformat geht. Container allein bieten Unternehmen nur sehr wenige Vorteile. Ihre Stärke liegt darin, dass sie mithilfe von Orchestrierungssystemen bereitgestellt und verwaltet werden können. Deshalb gibt es sie zwar schon seit mehreren Jahrzehnten, doch wirklich durchgesetzt haben sie sich erst mit dem Aufkommen entsprechender Orchestrierungslösungen.
Die Akzeptanz nahm zu, als deutlich wurde, dass Container und Orchestrierung hervorragend zu Ansätzen wie Agile und DevOps passen, die durch automatisierte Bereitstellungs- und Deployment-Pipelines schnellere Abläufe ermöglichen.
Daher kann man davon ausgehen, dass beim Bereitstellen von Workloads in Containern auch ein Orchestrierungssystem bereitgestellt wird, das Teil einer Bereitstellungs- (CI/CD-)Pipeline ist.
Wenn wir über Containersicherheit sprechen, müssen wir also drei eigenständige Systeme berücksichtigen: Pipeline, Orchestrierung und Workload.

Ihre Sicherheitsstrategie für Container sollte ebenfalls alle drei Aspekte umfassen. Wenn auch nur einer davon nicht bewertet wird, setzen Sie sich einer Vielzahl von Risiken aus. Die meisten davon können Ihnen einen unerwünschten Platz auf einer Liste oder – schlimmer noch – in einer Schlagzeile bescheren, die Sie lieber nicht lesen möchten. Das erschwert es Unternehmen zweifellos, sicherzustellen, dass ihre Teams über die erforderlichen Sicherheitskenntnisse verfügen.
Aus diesem Grund habe ich mich mit Jordan Zebor, Senior Test Engineer für Plattformsicherheit, zusammengetan, um Ihnen in einer Blogreihe die Grundlagen näherzubringen, damit Sie eine erfolgreiche Strategie für die Containersicherheit entwickeln können. Dazu werden wir uns eingehender mit den drei Komponenten der Containersicherheit befassen:
- Pipeline-Sicherheit
Ihre Pipeline umfasst die Tools, mit denen die Bereitstellung containerisierter Workloads für das Orchestrierungssystem automatisiert wird. Dazu können benutzerdefinierte Python-Skripte, Jenkins, GitHub, GitLab und weitere Tools gehören. - Orchestrierungssicherheit
Das Orchestrierungssystem dient zur Verwaltung und Skalierung von Workloads. Meist kommt Kubernetes zum Einsatz, es kann sich jedoch auch um ein Kubernetes-basiertes System wie RedHat OpenShift, AWS, Azure, Google oder Mesos handeln – oder in einigen wenigen Fällen um ein benutzerdefiniertes System. In dieser Reihe konzentrieren wir uns auf Kubernetes, da es derzeit die am häufigsten verwendete Orchestrierungslösung ist. - Workload-Sicherheit
Die Sicherheit des bereitgestellten Workloads. Jeder Workload besteht aus Software, kommuniziert mit anderen Workloads und ist möglicherweise öffentlich zugänglich. Zunehmend umfasst dies auch Infrastruktur und Middleware.
Lesen Sie den nächsten Blogbeitrag der Reihe:
Grundlagen der Containersicherheit: Pipeline
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